Wir meisseln Zukunft in Stein
Die 2291 Bank mit den Zahlen 2,2,9,1 aus Naturstein der vier Landesregionen wiegt total 9,3 Tonnen - eine stabile Plattform zum offenen Zukunftsdialog. Ein Kunstwerk für unvergessliche Get Togethers, überraschende Erlebnisse und neue Blickwinkel. Für jetzt und für die kommenden Generationen!
Tatüren
Die erste Zahl “2” ist aus Tatüren Naturstein aus Fribourg gefräst und repräsentiert die Romandie. Sie wurde von Carlo Bernasconi und seinem Team in Bern produziert – einem seit 1907 unabhängigen Familienunternehmen, das Tradition lebt und Innovation liebt. Tatüren bzw. Plasselber Quarzsandstein ist ein sogenannter Flyschsandstein. Er entstand vor rund 60 Mio. Jahren aus Ton und Sandpartikeln, die durch Flüsse vom Land ins flache Meer und von dort durch submarine Rutschungen in die Tiefsee verfrachtet und anschliessend verfestigt wurden. Die Farben variieren von grau über beige bis zu weiss. Das macht den Naturstein optisch attraktiv und für gestalterische Zwecke geeignet. Der Quarzsandstein ist sehr druckfest und nimmt kaum Wasser auf. Das macht ihn frost- und witterungsbeständig und deshalb besonders langlebig.
Cresciano und Bodio Nero Gneis
Bollinger-Lehholz Sandstein
Calanca Gneis
Cresciano und Bodio Nero Gneis
Die zweite Zahl “2” ist als Mix aus hellem Cresciano Gneis und dunklem Bodio Nero Gneis gefräst, von Giovanni Ongaro und seinem Team in Cresciano/Ticino. Ongaro Graniti SA wurde 1930 gegründet und wird in dritter Generation geführt. Cresciano ist ein sehr heller Gneis mit schwacher bis mässiger Schieferung und mittlerer bis grober Körnung sowie deutlich erkennbaren hellen und dunklen Glimmermineralen. Das Ursprungsgestein des Bodio Nero, ein Granit, entstand vor rund 300 Mio. Jahren aus Magma, das aus dem Erdmantel in die Erdkruste eindrang und langsam abkühlte. Während der alpinen Gebirgsbildung vor rund 35 Mio. Jahren wurde dieses Gestein im Erdinnern (ein paar Kilometer tief) durch erhöhte Druck- und Temperaturbedingungen in einen Gneis umgewandelt und durch Hebungs- und Erosionsprozesse an die Erdoberfläche gebracht. Schon die ersten Siedler in der Region haben Bodio Nero als Baumaterial für Unterkünfte und Sakralbauten verwendet. Mit dem Bau der Gotthardbahn ab 1872 wurde der Stein auch für Bauten der Bahn und nach Fertigstellung des Tunnels als Baumaterial nördlich der Alpen genutzt.
Bollinger-Lehholz Sandstein
Die Zahl “9” aus Bollinger-Lehholz Sandstein stammt vom Zürcher Obersee und vertritt die Deutsch-Schweiz. Das Material dazu haben Bruno Kuster Junior und sein Team in ihrem 300 Meter langen Stollen abgebaut. Seit 1882 gewinnt und verarbeitet das Familienunternehmen Sandsteine aus der Region. Bollinger ist ein sogenannter Molassesandstein der Unteren Süsswassermolasse. Er entstand vor rund 20 Mio. Jahren aus Sandablagerungen, die durch weitverzweigte Flusssysteme aus den Alpen ins Vorland (Molassebecken) transportiert worden waren. Durch Kalkzement und Kompaktion verfestigten sich die vorwiegend aus Quarz-, Feldspat- und Glimmerkörnern zusammengesetzten Ablagerungen anschliessend zu einem Sandstein. Bollinger Sandstein wurde schon von den alten Römern genutzt. Ab dem 10. Jahrhundert wurden viele Bauten in den seeanliegenden Dörfern, Klöstern und in der Stadt Zürich damit realisiert, so z.B. die meisten Steinfassaden grösserer Bauwerke in Zürich aus der Zeit zwischen 1860 und 1910.
Calanca Gneis
Die Zahl “1” ist aus Calanca Gneis gefräst und vertritt die Region Rumantsch Graubünden. Giovanni Polti und sein Team haben diesen Stein in Arvigo/GR im Calancatal produziert. 1920 begann der Grossvater Giovanni Polti mit dem kommerziellen Abbau, indem er aus freiliegenden Felsblöcken Dachplatten herstellte. Die bis heute familiengeführte Alfredo Polti SA vernetzt Handwerk aus der Steinzeit mit modernen Arbeitsweisen aus der Gegenwart. Calanca ist ein hell- bis dunkelgrauer, mässig geschieferten Gneis von mittlerer Körnung. Besonderes Merkmal sind die dunklen Glimmermineralen. Das Gestein besteht etwa je zur Hälfte aus Feldspat, sowie aus Quarz und Biotit (Dunkelglimmer). Calanca wurde früher an zahlreichen Stellen in der Umgebung von Castaneda an dem Bergsporn gewonnen, der das Val Calanca vom Misox trennt. Aus dem heimischen Gneis entstanden zahlreiche Trockenmauern und viele Häuser im Calancatal.